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Spruch des Tages

 

 

 

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Listinus Toplisten  

  • 2017
    • 11. August 2017 — der Andere, der Fremde

      "Gott hat den andern nicht gemacht, wie ich ihn gemacht hätte. Er hat ihn mir nicht zum Bruder gegeben, damit ich ihn beherrsche, sondern damit ich über ihm den Schöpfer finde. In seiner geschöpflichen Freiheit wird mir nun der Andere Grund zur Freude, während er mir vorher nur Mühe und Not war. Gott will nicht, dass ich den Andern nach dem Bilde forme, das mir gut erscheint, also nach meinem eigenen Bilde, sondern in seiner Freiheit von mir hat Gott den Andern zu seinem Ebenbilde gemacht. Ich kann es niemals im Voraus wissen, wie Gottes Ebenbild im Andern aussehen soll, immer wieder hat es eine ganz neue, allein in Gottes freier Schöpfung begründete Gestalt. Mir mag sie fremd erscheinen, ja ungöttlich. Aber Gott schafft den Andern zum Ebenbilde seines Sohnes, des Gekreuzigten, und auch dieses Ebenbild schien mir ja wahrhaftig fremd und ungöttlich, bevor ich es ergriff.
      Nun wird Stärke und Schwachheit, Klugheit oder Torheit, begabt oder unbegabt, fromm oder weniger fromm, nun wird die ganze Verschiedenartigkeit der Einzelnen in der Gemeinschaft nicht mehr Grund zum Reden, Richten, Verdammen, also zur Selbstrechtfertigung sein, sondern sie wird Grund zur Freude aneinander und zum Dienst aneinander."

      aus: Dietrich Bonhoeffer: "Gemeinsames Leben"

       

       

      Feindschaft entsteht aus Projektion. Jemand kann sich oder Anteile in ihm nicht annehmen und projeziert das, was er nicht annehmen kann, auf den anderen.
      Die Sehnsucht nach Liebe, vor allem die falsche Sehnsucht geliebt zu werden statt selbst Liebe zu sein, führt zur Erfahrung von Licht und Schatten, zu Erfüllung und Enttäuschung, Verzauberung und Verletzung. Der Schmerz durch Verletzung und Enttäuschung kann sogar so groß werden, dass keine Liebe mehr empfunden werden kann, dass ein Mensch nur noch voller Hass ist.
      Wie verletzt muss jemand sein, dass er nur noch verletzen will?
      Wie zerrissen, dass er nur noch zerreißen will?
      Wie kaputt muss er sein, dass er nur noch zerstören will?
      Den Feind zu lieben, heißt die Feindschaft zu durchschauen.
      Den Feind zu lieben, heißt aus der Opferrolle zu treten.

       

      Liebet Eure Feinde, segnet die, die Euch verfluchen.
      Jesus im Lukas-Evangelium

    • 1. August 2017 — Biophilie
    • 24. Juli 2017 — Langeweile - Ferienzeit
    • 18. Juni 2017 — evolution
    • 17. März 2017 — NOW
    • 27. Februar 2017 — Drachen und Prinzessinnen
    • 3. Januar 2017 — Creative Sound
  • 2016
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